die deutsche Ally McBeal FanPage

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letzte Aktualisierung: 23.12.2001


#409 Ticks und Tricks [Reasons to Believe]

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Es ist immer noch winterlich in Boston. Die Leute gehen in dicke Winterklamotten eingehüllt umd mit Schirmen gegen den Schnee bewehrt durch die Straßen. Im Hintergrund stimmt Vonda "Reasons To Believe" an.
If I listened long enough to you
I'd find a way to believe that it's all true
Schwenk zu Johns Büro, wo er barfuß am Tisch steht und sich die von vielen Lichtern erhellte Stadt ansieht.
Knowing that you lied straight-faced while I cried
Still I look to find a reason to believe

Von vorne sieht man, dass er sich nicht die Stadt anschaut, sondern verträumt Löcher in die Luft starrt. Von ihm unbemerkt tritt Ally ein. Erst betrachtet sie ihn, dann spricht sie ihn an.
Ally: John.
Die Musik kreischt und stoppt. Und Johns Hose fällt aus seine Knöchel! John guckt Ally an, dann seine Hose.
John: Ouh! [Schnell zieht er die Hose wieder hoch. Zu schnell, denn er stürzt mit einem lauten Schrei und einem spektakulären Rückwärtspurzelbaum über den Sessel, an den er sich vorher noch gelehnt hat.] Hallo.
Ally: [amüsiert] Was machst du gerade?
John: Ich wollte nur an einem Schlusswort arbeiten. [Er steht langsam auf und hält sich an seinem Hosenbund fest, damit Ally nicht noch tiefere Einblicke kriegt.] Wahrscheinlich habe ich schlechte Pastrami gegessen. Jedenfalls hatte ich Blähungen und hab' meine Hose gelockert und als du... hab' ich mich umgedreht und... ja... ich bitte um Verzeihung.
Ally: Ach, das ist schon okay. Und wo-woran arbeitest du, du-du hast doch gar keine Verhandlung?
John: Ach, weißt du, an meinen generellen...
Ally: John, was hast du?
John: [seufzt und schließt endlich auch den Gürtel] Es ist einfach zu schön.
Ally: Äh... w-wie bitte?
John: Diese zarten Schneeflocken. Manchmal fällt es schwer, nach Hause zu laufen, an einem so schönen Abend, wenn man... [Er ist ein paar Schritte nach vorne gegangen und steht nun direkt neben Ally. Sie schauen sich beide diese Schneeflocken an, um die es gar nicht geht.] ...wenn man Blähungen hat.
Beide setzen sich auf irgendwas, was vorher noch nicht da gestanden hat.
Ally: Wenn man allein ist?
John: [stöhnt leicht auf] In letzter Zeit habe ich immer öfter das Gefühl, dass ich mein Leben lang allein bleiben werde.
Ally: Och, John!
John: Ich will damit nicht sagen, dass ich mich bemitleide. Ich habe ein schönes Leben, ich liebe meinen Job, ich verdiene haufenweise Geld. Ich stelle mir nur vor, wie ich in 30 Jahren dastehe, ein einsamer, alter Mann, dem nichts als sein abgenutzter Aktenkoffer bleibt.
Ally: [schüttelt schon lange den Kopf] Das...
John: Ich...
Sein Blick geht zur Tür, wo genau so ein Exemplar eines einsamen, alten Mannes mit einem abgenutzten Aktenkoffer steht. Na ja, wir wissen nicht, ob er einsam ist, aber alt und abgenutzt trifft zu. John schreit, der Mann schreit, John schreit, der Mann schreit noch lauter, Ally kreischt mit, ein einziges Tohuwabohu! Überraschenderweise fängt sich John als erster und geht auf den Mann zu, den er gut zu kennen scheint.
John: Nicholas! Was...
Die beiden Männer schütteln sich die Hand.
Nicholas: Ich brauche Ihre Hilfe, John.
Ally hat sich neben John gestellt. Dieser stellt die zwei einander vor.
John: Nicholas Engbloom, Ally McBeal.
Ally: [mit großen, erstaunten Augen] DER Nicholas Engbloom?
John: Ich wohnte als Kind nur zwei Häuser entfernt. [Er macht Nicht-so-wichtig-Handbewegungen und wendet sich wieder seinem Gast zu.] Was-wa-wa-was gibt's denn?
Nicholas: Nun, ich... ich hab' da einen Fall und wir gehen morgen vor Gericht und ...
John: [fällt ihm ins Wort] Sie haben einen Fall? Sind Sie nicht im Ruhestand?
Nicholas: Ich bin für einen letzten Prozess nochmal aktiv geworden. Ich habe einen Mordfall übernommen. [Voller Bewunderung hört ihm Ally zu.] Allerdings redet meine Mandantin nicht mit mir und der Prozess beginnt morgen!
John: Warum will sie nicht mit Ihnen reden?
Nicholas: Sie vertraut mir nicht. Eigentlich vertraut sie niemandem. Sie leidet am Tourette-Syndrom. [John nickt.] Ich brauche Ihre Hilfe.
John: Sie klingen niedergeschlagen. Ist sonst alles in Ordnung?
Nicholas: Oh, aber sicher! Ich will nur... ich will dieser Frau helfen, sie scheint wirklich ein sehr netter Mensch zu sein.
Ally: [kratzt sich nervös am Hals] Äh, wie hat sie... den Mord begangen?
Nicholas: Sie überfuhr ihren Liebhaber mit einem Geländewagen.
Ally, John: [gemeinsam, erstaunt] Oh.
Nicholas: Und dann fuhr sie rückwärts nochmal über ihn.
Ally, John: [gemeinsam, erschüttert] Ouh.
Nicholas: Schwieriger Fall.
Ally, John: [gemeinsam, zustimmend] Mhmh.

Intro

nihil, 09.11.2001

Im Konferenzraum der Kanzlei. Ling, Nelle, Mark, Ally und John sitzen am Tisch, Richard steht und schaut in die Akten der aktuellen Fälle.
Richard: Mord?
John: So lautet die Anklage. Ja, sie hat ihren Freund überfahren.
Richard: Und die Verteidigung? Bremse defekt?
Nelle: Sie hat ihn... einfach überfahren?
Ling: [zu John] Wozu braucht sie dich? Sie hat doch Nicholas Engbloom!
John: Sie und... [Ihm kommt Lings Frechheit zu Bewußtsein, er schaut sie mißbilligend an.] Sie und ihr gegenwärtiger Anwalt haben Kommunikationsschwierigkeiten. Sie leidet am Tourette-Syndrom.
Richard: [leicht abfällig] Ach Tourette, DAS hat sie. Hm.
John: Weißt du überhaupt, was das ist, Richard?
Richard: Danke John, ich weise dich darauf hin, daß ich von der amerikanischen Tourette-Gesellschaft für meine beachtliche wohltätige Arbeit geehrt wurde. Das ist das, wo sie grunzen und zucken und wie Affen rumrennen, nicht?
Elaine: [betritt den Raum] John, da möchte dich ein Frau sprechen.
Richard: Ist sie süß?
Elaine: Oh... ja, Richard, ganz dein Typ: wabbelige Kehllappen.
John und Elaine verlassen den Raum.
Richard: Ich frag' ja nur...

Im Hauptraum der Kanzlei. John kommt aus dem Konferenzraum. Eine ältere Frau erwartet ihn. Es stellt sich heraus, dass es Brandy Engbloom ist, die Ehefrau von Nicholas.
John: Brandy?
Brandy: Bitte verzeihen Sie, wenn ich hier so reinschneie, John, Sie sind bestimmt sehr beschäftigt... Nicholas und ich sind...
John: Ich treffe mich gleich mit ihm am Gericht.
Brandy: Wie meinen Sie bitte?
John: Er hat mich zu seinem Prozess hinzugezogen.
Brandy: Ah... [Sie wendet sich leicht ab.]
John: Was haben Sie denn?
Brandy: Ich nehme an, unter diesen Umständen... äh...
John: Was ist los, Brandy?
Brandy: Eigentlich bin ich hier, um Sie zu bitten, mich zu vertreten.
John: Wozu... brauchen Sie denn einen Anwalt?
Brandy: Ich will mich von ihm scheiden lassen, John.
John: [geschockt] Wabbelig? Äh, Poughkee-Poughkee... Pough- [Er wedelt mit der Hand, fängt sich aber wieder.] Was? Wieso?
Brandy: Nun, eben wegen dieses Prozesses. Sie wissen doch, daß er eigentlich im Ruhestand ist.
John: Und?
Brandy: Und er hat mir versprochen, sich zur Ruhe zu setzen, und jetzt tut er's nicht. Er wird es nie tun und das mache ich nicht mit. Ich kann nicht.
John: Aber... von allen Ehepaaren auf der Welt... von allen glücklichen Ehepaaren...
Brandy: ER ist immer glücklich gewesen, ich habe nur gewartet. Und jetzt warte ich nicht mehr. Ich will nicht mehr. Nun, wie ich schon sagte, unter diesen Umständen nehme ich an, wenn Sie jemanden von uns vertreten, dann wohl am ehesten ihn.
John: Brandy, das können Sie nicht machen!
Brandy: Doch, ich bin fest entschlossen! [Sie wendet sich zum Gehen.]
John: Warten Sie, einen Moment! Dann äh... lassen Sie mich wenigstens einen guten Anwalt für Sie engagieren, ja? Das darf ich doch zumindest tun?

In Larrys Büro, Ally und John sind zu Besuch.
Larry: Mich? [Er schüttelt den Kopf.] Ähäh.
John: Ich dachte, wenn ich ihn vertrete, und Sie sie vertreten, dann könnten wir beide das wieder einrenken.
Larry: Nein, man muß den anderen fertig machen, John, genau wie in der Ehe selbst.
Ally lächelt über seinen letzten Satz.
John: Ach Blödsinn! Das ist das glücklichste Ehepaar, das ich je gekannt habe. Dass sie sich mit 70 Jahren scheiden lassen wollen, i-ist ungeheuerlich, das werde ich nicht zulassen! [Larry schüttelt ein wenig den Kopf und sieht Ally fragend an. Die macht schnell ein unbeteiligtes Gesicht und schaut zur Decke.] Ich weiß, wie gut Sie Seelen massieren können. Sie bauen die Menschen wieder auf! [Ally nickt zustimmend.] Sie haben es bei Kimmy gemacht und bei Elaine und Ally massieren Sie weiß Gott auch.
Larry: [deutet mit seinem Stift auf John und betont die erste Silbe] Vorsicht...
John: Ich brauche Ihre Hilfe! Habe ich Sie jemals um etwas gebeten?
Ally: [läßt Larry nicht zu Wort kommen] Er wird es machen, John. Das-das ist genau so ein Mandat, das er einfach nicht ablehnen kann.
Larry verschränkt die Arme, sieht Ally verwundert an, als wolle er sagen: "Ach, das wusste ich ja noch gar nicht!"
John: Danke! Ally, komm, wir müssen zum Gericht.
Die beiden gehen. Als sie aus der Tür sind, wirft Larry mit seinem Stift nach ihnen.

Ally, John und Nicholas Engbloom laufen einen Flur im Gerichtsgebäude entlang.
John: Warum haben Sie mir nicht gesagt, daß sie Sie rausgeworfen hat?
Nicholas: Es war mir peinlich. Ich wusste auch nicht, daß es ihr ernst damit war.
John: Nun, es IST ihr sehr ernst, Nicholas.
Sie zeigen einer Wache ihre Besucherausweise, betreten ein Besprechungszimmer.
Nicholas: Hallo, Melanie. [Er setzt sich. Melanie zwinkert ihm zu, antwortet aber nicht. Zu John, leicht resigniert.] Sehen Sie, was für ein gutes Verhältnis wir zueinander haben...
Ally und John setzen sich gegenüber von Melanie.
John: Melanie, ich bin Jonathan Cage.
Melanie: Hallo!
John: Eigentlich... ähm... [Er macht eine abwiegelnde Geste.] ...heiße ich Jonathan, John, J-J-äh... [Er lächelt verlegen.] Hehehe. Manchmal... wenn ich nervös bin, füge ich ein paar Silben hinzu, um die Stelle zu füllen. Ich bitte um Verzeihung, es... [Seine Nase pfeift kurz. Er greift schnell zu und bringt sie zum Schweigen, dreht sich zu Ally.] Okay... das ist mein Bruder, Ally McBeal... [Er zeigt auf Ally. Melanie schaut erstaunt.] Äh-äh, Schwester! Poughkee... weder noch. [Er ist sichtlich verlegen, wedelt mit den Händen.] Ich verwende Bruder als juristischen Ausdruck. [Ally schaut abwartend, aber nicht verwundert.]

[Kommentar von lethos: Sie kennt eben ihren John :-)]

John: Anwälte sprechen voneinander hin und wieder als Brüder; das ist archaisch. [Melanie hebt ihren Arm, streckt ihren Daumen hoch und gibt einen kieksenden Laut von sich, wie ein sehr hohes "Au". John kiekst den gleichen Laut. Schweigen entsteht. Er senkt besänftigend die Hände.] Okay, hier liegt die Ursache für meine Nervosität. Ich... [Er hüstelt verlegen.] ...leide möglicherweise am Tourette-Syndrom, auch wenn ich nicht viele Symptome aufweise. Eines meiner Symptome ist, dass ich manchmal die Ticks anderer Menschen aufnehme und sie nachahme, aber... es ist ganz ungesteuert, genau wie Ihre... es ist am ausgeprägtesten, wenn ich nervös bin, aber ich habe mich nicht über Sie mokiert. Glauben Sie mir...
Melanie: [fällt ihm freundlich ins Wort] Ich glaube Ihnen ja!
John: Gut. Lass-lassen wir das und kommen wir zur Sache. Ähm, vorübergehende Unzurechnungsfähigkeit erscheint mir am günstigsten.
Melanie: Bedaure, Mr. Cage, das kann ich nicht.
John: Also gut. Wollen Sie mir sagen, warum nicht?
Melanie: Weil mich die Leute mein Leben lang schon so ansehen, als wär' ich verrückt. Haben Sie eine Ahnung, wie das ist?
Ally macht ein zustimmendes Gesicht, nickt ganz leicht.
John: Vielleicht nicht, aber wenn sie das denken, könnte das momentan ganz vorteilhaft sein.
Melanie: Lieber sollen sie mich für eine kaltblütige Mörderin halten als für verrückt. Und auch wenn das verrückt wirkt, will ich nicht darauf plädieren. [Sie schlägt mit der Hand auf den Tisch.] Entschuldigung! Wieder so ein Tick von mir, manche sind körperlich. [Sie wedelt wieder unbeabsichtigt mit dem Daumen, spricht Johns Tick von vorhin an.] Jonathan?
John: In Ihrem Geständnis haben Sie angegeben, Sie wären zu ihm gefahren mit der ausdrücklichen Absicht, ihn zu töten. Stimmt das?
Melanie: Ja.
John: Gut, ich frage jetzt nur aus Neugier: [Er wird wieder nervöser.] Wa-wa-warum haben Sie ihn nicht im Haus getötet?
Melanie: Äh, wie bitte? - Zwerg!
Nicholas: Das hat Sie bei mir auch gemacht.
John: Nicholas, diese Ausbrüche sind ungesteuert, das ist eben das Tourette-Syndrom.
Melanie: Wichtelmännchen!
Ally muss unwillkürlich lächeln, hält sich die Hand vor den Mund.
John: Na gut, äh... also als Sie aus dem Haus gingen, war Ihr Freund noch quicklebendig, und wenn er Ihnen nicht nach draußen gefolgt wäre und sich vor Ihr Auto gestellt hätte, hätten Sie ihn niemals umbringen können.
Melanie: Worauf wollen Sie hinaus?
John: Nun, ich will auf folgendes hinaus: Es klingt, als wären Sie wütend geworden und hätten den Kopf verloren, und wenn das so ist...
Melanie: Ich plädiere nicht auf Unzurechnungsfähigkeit. Das habe ich ihm... [Sie deutet auf Nicholas.] ...gesagt, jetzt sage ich es Ihnen. Können wir nicht einfach in die Verhandlung gehen?
John: Gut... ja, in Ordnung, gleich nach der Mittagspause.
Melanie: Gut. Pups!

Im Hauptraum der Kanzlei. Mark läuft an Richard vorbei.
Mark: Hey, Richard.
Richard: Hey, Mark. Oh, äh, hör mal, was ich dich fragen wollte: Wie ist Elaine im Bett? [Mark sieht sich befremdet um, ob das auch niemand gehört hat.] Weißt du, es ist so: Ich wollte es schon immer wissen, ich hatte bloß Angst davor, mir etwas einzufangen.
Mark: Richard, du redest von der Frau, mit der ich zusammen bin!
Richard: Ich weiß, deshalb frage ich ja.
Mark wendet sich angewidert ab und geht. Richard sieht ihm verständnislos nach. Der Aufzug bingt. Ally, John und Nicholas treten heraus.
Nicholas: Das war unglaublich, John! Sie hatten in zehn Minuten ein besseres Verhältnis zu ihr als ich nach drei Monaten.
Elaine: [kommt zu John] Mrs. Engbloom ist im Konferenzraum, mit Larry.
John: Ausgezeichnet!
Nicholas: Was geht hier vor?
John: Ich habe einen Termin arrangiert, um den Streit beizulegen.
Nicholas: [halbherzig] Nein-nein, auf keinen Fall...
John: [energisch] Wenn Sie nicht geschieden werden wollen, dann kommen Sie jetzt bitte mit mir, Nicholas!
John und Nicholas gehen in Richtung Konferenzraum. In einer Ecke des Hauptraums stehen Elaine und Richard.
Richard: Wow, Nicholas Engbloom ist in meine Kanzlei gekommen! Wir sollten das irgendwo verewigen. Ach, übrigens Elaine, ist zwischen dir und Mark sexuell alles in Ordnung?
Elaine: Wieso fragst du das?
Richard: Na ja, er will nicht darüber reden, und da er ein Mann ist, gibt's wohl nichts, was erzählenswert wäre. [Elaine sieht ihn ein wenig betroffen an und geht.] W... Oh! [Er hebt verstehend den Kopf.]

lethos, 19.11.2001

Hier fehlt leider noch ein Teil, der aber nachgereicht wird.

Ein Vorbereitungsraum im Gericht. John steht am Fenster und unterhält sich an einem Tisch sitzend mit Melanie West über ihre Aussage.
John: Es gibt ein Problem für mich, Melanie: Wenn ich weiß, dass Sie vorhaben, zu lügen, kann ich Sie morgen nicht in den Zeugenstand rufen.
Melanie: Na ja, ich-ich werde nicht lügen.
John: Ich glaube aber doch. Sie sind nicht hingefahren, um ihn zu töten, das hätten Sie im Haus getan. Sie haben einfach den Kopf verloren. Entweder war es vorübergehende Unzurechnungsfähigkeit oder eine Affekthandlung. Es wird langsam Zeit für die Wahrheit. [Er setzt sich ihr gegenüber.] Außerdem wird es Zeit, dass Sie mir vertrauen. [Melanie seufzt, dann zuckt sie, von einem Tick geschüttelt, urplötzlich nach vorn. John schreit auf.] Schon gut...
Melanie: [beugt sich vor] Es war ein Unfall.
John: Ein Unfall.
Melanie: Wir haben uns gestritten, angeschrieen. Mein Fuß... ich hatte gar nicht vor, aufs Gaspedal zu treten. Beim Fuß ist es wie bei der Hand, ich kann es nicht kontrollieren. Mir ist nicht klar gewesen, dass ich schon ganz über ihn rübergefahren war. Ich dachte, der Wagen steht auf ihm. Deshalb wollte ich von ihm runterfahren, nicht nochmal über ihn rüber.
John: Wieso haben Sie das nicht gesagt?
Melanie: [blinzelnd] Weil es so demütigend ist. M-mein Fuß schießt hervor und ich überfahre jemanden mit meinem Wagen! [Der nächste Satz kommt ruckhaft, von mehreren kleinen Zuckungen durchsetzt.] Wissen Sie, ich bin immer schon belächelt und verspottet worden, so lange ich lebe. Stellen Sie sich mal das Gelächter vor, wenn... na ja, es ist mir lieber, wenn die Leute mich für gefährlich halten.
John: Sie-Sie verbringen lieber Ihr ganzes Leben im Gefängnis, als das Gespött der Leute zu ertragen?
Melanie: Ich wurde schon öfter gebeten, das Kino zu verlassen, weil ich Geräusche mache. Eltern ziehen ihre Kinder von mir weg, weil sie denken, dass ich... [Sie bricht abrupt ab. Ihr Körper versteift sich für einen Moment.] ...weil mein Körper Dinge tut, die ich nicht kontrollieren kann. Und jetzt schießt mein Fuß hervor und ich... ich... Verbrechen aus Leidenschaft lässt mich menschlicher erscheinen.
John: Nein, ganz sicher nicht.
Melanie: Sie sind ein netter Mensch.
John: Wollen Sie sich nicht behandeln lassen?
Melanie: [macht ein knackendes Geräusch und rollt mit den Augen] Medikamente - nehm ich doch, Sie sollten mich ohne sehen.
John: Melanie, ich maße mir nicht an zu wissen, wie unangenehm Ihnen das alles ist, aber ich weiß mit Sicherheit, dass Gefängnis nicht die Lösung sein kann.
Melanie: Ich ertrage eben nur ein begrenztes Maß an Mitleid.
John: Mitleid erregend wäre es, wenn Ihr Leben vorbei wäre, wenn Sie wegen Mordes verurteilt würden. Sie werden also morgen in den Zeugenstand treten und Sie werden die Wahrheit sagen. [Er schlägt mit der flachen Hand auf den Tisch.]
Melanie: [mustert ihn einen Augenblick] Das war mit Absicht.
John: Aber natürlich war es das.
Er lächelt. Melanie lächelt zurück.

In der Unisex-Toilette vor den Spiegeln. Richard probt mit Mark seinen Sex-Song, "It's Not Unusual" von Tom Jones. Während des Instrumental-Intros zeigen die beiden mit dem Finger auf ihr Spiegelbild, vollführen dann eine 180-Drehung auf den Fußballen und lockern ihre Krawatten im Takt. Beim Einsetzen des Gesangs werfen sie die Schlipse von sich und beginnen, sich mit erhobenem rechtem Arm in den Hüften zu wiegen. Richard greift Mark um die Taille, um ihm ein wenig nachzuhelfen. Da kommt Nelle herein. Sie beäugt die beiden logischerweise recht kritisch. Richard dreht sich zu ihr um. Seine Gesichtszüge entgleisen ihm ein wenig. Mark bemerkt derweil nichts, er schwingt weiterhin die Hüfte.
Richard: Mark?
Mark: [tanzt immer wilder] Mach ich was falsch?
Richard: Oh, nein-nein-nein, das sieht, äh, perfekt aus...
Mark: Warum hörst du dann auf?
Richard: Ich-ich-ich glaube nicht, dass es Nelle gefällt. Sie...
Sekündlich zerfällt Tom Jones' Stimme zu Brei, während Mark mit weit aufgerissenen Augen herumschnellt. Er verschränkt blockierend die Arme und starrt schuldbewusst zu Boden.
Nelle: Was ist das?!
Richard: Äh... ein Sex-Tanz. Macht uns zu besseren Liebhabern. War übrigens deine Idee!
Nelle: Oh, ja. Hört zu: Wollt ihr eine Frau wirklich scharf auf euch machen? Wollt ihr das?
Mark, Richard: Ja.
Nelle: Dann respektiert sie.
Richard: Was bringt denn das?
Nelle: Wenn sie glaubt, dass du sie respektierst, wenn du sie wirklich im Ernst respektierst, wird sie alles machen, was du willst.
Richard: Ja?
Nelle: Männer meinen, es wären Geld und Blume. und schöne Worte... es ist nichts von alledem! Es ist Respekt.
Richard: Oh.
Nelle geht ab, während im Hintergrund eine weitaus größere Lady ihre Worte bestätigt: Aretha Franklin!
R-E-S-P-E-C-T
Find out what it means to me
R-E-S-P-E-C-T!

Konferenzraum. Brandy nebst Larry und Nicholas, flankiert von John und Ally, sitzen sich gegenüber.
Nicholas: Ich habe nicht gelogen. Ich hatte vor, mich zur Ruhe zu setzen, aber...
Brandy: Aber was?
Larry: Brandy? Lassen Sie mich die Fragen stellen, okay?
Brandy: Okay.
Larry: [sieht Nicholas streng an] Aber was?
Nicholas: Wissen Sie, ich war kurz davor, mich umzubringen... bei dieser Party für mich in der Firma, dieser großen Abschiedsparty.
Nicholas erinnert sich an die Party: Ein geschmückter Raum voller Leute mit Drinks in der Hand. Drei dicke schwarze Sängerinnen tragen zur Stimmung bei. Kellner im feinen Zwirn servieren Häppchen. Nicholas und Brandy stehen etwas abseits und unterhalten sich.
Nicholas: [aus dem Off] Es sollte eine Riesenfeier werden, und ich ging auch hin um zu feiern... das hatte ich wirklich vor. Aber dann ging ich in mein Büro und ich sah mich um. [Er ist jetzt alleine in seinem leeren Büro. In seinen Augen schimmern leicht Tränen.] Und plötzlich wurde mir klar, dass ich mich von meinem Leben verabschieden muss. Und mit einem Mal stand ich auf dem Fenstersims und blickte nach unten. [Er starrt vom Fensterbrett auf die nächtliche Straße hinab. Hupend bahnen sich Taxis und andere Autos ihren Weg. Dann verfliegt die Vision.] Du hast keine Ahnung, wie nah ich dran war zu springen.
Brandy: Nun, das sagt eigentlich alles, nicht wahr?
Nicholas: Was wollen wir mit unserem Leben anfangen? Nach Florida ziehen, an Magnesium-Milch und Daiquiris nippen und mit unseren dritten Zähnen Verstecken spielen?
Brandy: Was ist daran auszusetzen, so lange wir uns haben?
Nicholas: Du verlangst von mir, alt zu sein.
Brandy: Du bist alt!
Nicholas: Zu Hause bin ich's vielleicht. Auf dem Golfplatz, ja. Im Gerichtssaal aber bin ich noch immer voller Kraft. Dort bin ich nicht alt. Ich bin nicht schwach.
Brandy: Na schön. [Sie steht auf.] Dann geh in deinen Gerichtssaal.
Larry: [steht ebenfalls auf] Warten Sie, Brandy...
Brandy: Nein. [Nicholas seufzt.] Was bin ich doch für ein Dummkopf.
Sie nimmt ihre Jacke und geht. Die anderen sehen ihr nach.

Abends in Allys Wohnung. Larry und Ally liegen aneinandergekuschelt im Bett.
Ally: Liebst du deine Arbeit?
Larry: Meinst du, ob sie in meinem Leben Vorrang hat?
Ally: Nein... ja.
Larry: Ich hoffe nicht, aber niemand setzt sich von Anfang an zum Ziel: In meinem Leben soll meine Arbeit immer an oberster Stelle stehen. Ich glaube nicht, dass sich jemand so etwas vornimmt.
Ally: Wie kann es dann so weit kommen?
Larry: Ich weiß nicht, wahrscheinlich geschieht es einfach.
Ally: Also, ich will jetzt nicht vorgreifen, aber wenn wir zusammenbleiben sollten, dann will ich nicht, dass es so weit kommt.
Larry: Das will ich auch nicht.
Ally lächelt ihn an.

Dude, 13.11.2001

Im Gerichtssaal. Ally befragt Melanie.
Ally: Wie lange sind Sie mit dem Opfer zusammen gewesen?
Melanie: Sechs Monate. Er war der Direktor meiner Schule.
John hört interessiert zu.
Ally: [unsicher] Und an dem Tag, an dem Sie ihn... ähm-äh-äh?
Melanie: Ihn mit meinem Wagen überfuhr?
Ally: Ja. Ähm... könnten Sie uns sagen, wie es dazu gekommen ist?
Melanie: Natürlich. Ähm... wir haben uns gestritten. [John sieht fasziniert und mitfiebernd zu Melanie in den Zeugenstand.] Ich saß in meinem Wagen und wollte losfahren. Und er schrie mich an, weil ich mitten im Streit gehen wollte. Und auf einmal ist mein Fuß... [Melanies Gesicht verzieht sich und ihre Hände machen sich selbständig.] Plaaatsch! [John zuckt erschrocken zusammen und berührt dabei Nicholas sacht mit der Hand. Melanie fährt fort, wieder normal und in bedauerndem Tonfall.] Es war ganz und gar ungewollt. Ich hab' es nicht absichtlich getan. Pfannkuchen!
Richter Walsh sieht sie prüfend an.
Staatsanwalt: Sie haben doch Mr. Gallan sehr geliebt, Miss West, nicht wahr?
Melanie: Ja.
Staatsanwalt: Und wahr ist auch, dass Sie sich an jenem Tag nicht nur gestritten hatten. Er hat mit Ihnen Schluss gemacht. War es nicht so, Miss West?
Melanie: Ja, das hab' ich nie bestritten.
Staatsanwalt: Nein, das haben Sie nicht. Sie haben sogar bis zum heutigen Tag niemals bestritten, dass es Ihre volle Absicht war, ihn zu töten. Stimmt's?
Melanie scheint wieder den Anflug eines Ticks zu haben, bewegt entsprechend die Finger, scheint es aber wieder in den Griff zu bekommen. Vorübergehend.
Melanie: Das... nur weil es für mich so demütigend war. Glatzkopf! Ha!
Im Takt hat John erst seinen einen, dann seinen anderen Arm hoch und wieder runter bewegt. Der gegnerische Anwalt schaut beleidigt. Melanie weicht mit schlechtem Gewissen zurück, Nicholas sitzt mit gewohnt düsterer Miene da und John sieht nachdenklich aus.

Brandy und Larry im Gerichtsflur.
Brandy: Ich verstehe noch nicht ganz, warum ich persönlich herkommen muss, um die Scheidung einzureichen.
Larry: Das hat man geändert. Man will den Leuten vorher noch einmal in die Augen sehen. Ach, äh, Saal zwei. Hier findet der Prozess von Nicholas statt. Wollen wir mal kurz reinschauen?
Brandy: [empört] Haben Sie mich deshalb herzitiert? Larry, seh' ich denn so dumm aus?
Larry: Brandy, Sie sind wütend, weil er nicht an Ihrem Leben teilhaben will. Meine Frage ist: Haben Sie wirklich versucht, an seinem Leben teilzuhaben?

Im Gerichtssaal. Nicholas befragt Dr. Keshin, einen Sachverständigen.
Dr. Keshin: Zuckungen der unteren Gliedmaßen sind keineswegs ungewöhnlich.
Nicholas: Aber, Doktor, nichts deutet darauf hin, dass das Bein von Miss West schon vor diesem Vorfall auf die gleiche Art hervorgeschossen ist.
Dr. Keshin: So kann man das nicht sagen. [Die Gerichtssaaltür öffnet sich und man sieht Brandy und Larry eintreten.] Sie dreht sich oft um sich selbst, setzt sich hin. Das hat mit den Beinen zu tun. Und unter extremem Stress könnte sie auch einen völlig neuen Tick entwickeln.
Melanie haut laut auf den Tisch, Johns Hand rutscht kurz danach beim Schreiben aus. Brandy und Larry nehmen Platz.
Nicholas: Okay. Nun, Doktor, da gibt es noch etwas, das ich nicht verstehe. Ähm... diese Ticks haben neurologische Ursachen?
Dr. Keshin: Richtig.
Nicholas: Keinerlei psychologische Ursache?
Dr. Keshin: Richtig.
Nicholas: Und doch scheinen diese Ticks, diese Ausrufe sehr wohl eine bewusste Komponente zu besitzen. Sie nennt Mr. Cage ein Wichtelmännchen. Zufällig ist er nicht groß. [John setzt ein betretenes Gesicht auf, Ally schielt verstohlen zu ihm hinüber.] Sie überfährt einen Mann, auf den sie wütend ist und sagt "Pfannkuchen".
Dr. Keshin: Es gibt da eine psychologische oder mentale Verbindung, die noch nicht erklärbar ist. Ungeachtet dessen sind diese Ausbrüche völlig ungesteuert. Sie sind ausschließlich neurologisch begründet.
Ab und zu sieht man eine interessiert verfolgende Brandy eingeblendet.
Nicholas: Die Frage, Doktor, ist folgende: Ist es möglich, dass sie ganz und gar ungewollt aufs Gaspedal trat?
Dr. Keshin: Das ist absolut möglich.
Nicholas: [nickt erst dem Arzt, dann den Geschworenen zu] Keine weiteren Fragen.

John und Melanie in einem Besprechungszimmer.
John: Nein, ich finde, Sie waren sehr überzeugend. Und der Arzt ebenfalls.
Melanie: [dreht sich] Wie stehen meine Chancen, John?
John: Wir brauchen ja lediglich einen begründeten Zweifel und... [Melanie streckt ihre Hände in die Luft und quiekt.] Ja. Und bedenken Sie, es gibt keinen Besseren als Nicholas Engbloom, wenn es um ein Plädoyer vor Geschworenen geht. Als kleiner Junge habe ich bei seinen Prozessen immer zugehört. Er ist der Grund, weshalb ich Anwalt wurde. Und jetzt ist er Ihr Anwalt.
Melanie: [sieht John bewundernd an und setzt sich direkt neben ihn] Und außerdem habe ich Sie.
John: Ja. Ja, das stimmt. [Melanie sieht ihn unverwandt begeistert an. John ist es nicht wohl in seiner Haut. Im Hintergrund erscheint Ally, unbemerkt von den Beiden und bekommt die Szene mit.] Und äh... Ally. Sie ist wirklich ausgezeichnet.
Melanie: [nimmt seine Hand und umschließt sie mit ihren beiden Händen] Ich danke Ihnen, John. Danke, dass Sie mich überredet haben.
John: [unsicher] Ja. [Ally dreht auf dem Absatz um und verschwindet leise.] So, jetzt muss ich aber... Hm, ich sollte vielleicht kurz nochmal mit Nicholas reden.
Melanie: Ja, ist gut. [Sie grinst ihn an, lässt jedoch nicht seine Hand los.]
John: Ja. [Er macht sich los.] Ja.
Melanie: Ja.

Auf dem Gerichtsflur. Ally hat sich vertraulich bei John eingehängt und fragt sanft.
Ally: John?
John: Ja?
Ally: Sie hat dich gern.
John: Oh, das... ich weiß nicht.
Ally: Doch! Ganz sicher. Hast du sie auch gern?
John: Ally, sie ist eine Mandantin!
Ally: Ja, das versteh' ich. Aber mal angenommen, wir gewinnen den Prozess. Dann könntet ihr zusammen ausgehen.
John: Das seh' ich...
Ally: John-John, sie hat die gleiche Wellenlänge wie du.
John: Ja, aber-aber... selbst wenn es zwischen uns... weißt du, bei ihrem Syndrom und meinem dazu... das wäre eine sehr gefährliche Kombination.
Ally: Wieso?
John: Na ja, ich... ich... was wäre, wenn es einen Notfall gäbe? Ich fang an zu poughkeepsen und sie fängt an zu bellen.
Ally: Oh!
John: Nein, das wäre zu gefährlich.
Sie werden unterbrochen von Sanitätern, die schnell mit einer fahrbaren Trage näher kommen.
Sanitäter: Vorsicht! Machen Sie Platz! Hier entlang!
Ally geht aus dem Weg, am anderen Ende vom Gang winkt Larry die Sanitäter her.
Larry: Hierher!
Sanitäter: Aus dem Weg!
Ally und John sehen eine Schrecksekunde lang zu, rennen dann gleichzeitig den Sanitätern zum Gerichtssaal hinterher. Das Bild ist nun verschwommen und hat die Unschärfe von Bewegung.
John: Nicholas?
Nicholas wird von Larry aus dem Weg geschoben.
Nicholas: Lassen Sie mich los! Randy! Randy!
Randy liegt auf der Trage. Auf dem Gesicht ist eine Sauerstoffmaske. Die Sanitäter rennen schon wieder mit ihr davon. Larry , John und Ally begleiten sie ebenfalls im gleichen Tempo.
John: Was ist mit ihr?
Larry: Sie ist zusammengebrochen.

Im Krankenhaus. Nicholas, John und Larry warten. Ein Doktor Warner wird über die Krankenhausansage ausgerufen. Im angrenzenden Zimmer sieht man durch ein Fenster die ohnmächtige Brandy liegen. Eine Ärztin öffnet die Türe, die Drei stehen gleichzeitig auf und sehen sie erwartungsvoll an. Sie wendet sich an Nicholas.
Ärztin: Ich glaube, sie kommt durch. Sie hat einen schweren Herzinfarkt erlitten.
Nicholas: Kann ich zu ihr?
Ärztin: Sie ist noch bewusstlos.
Nicholas: Ich möchte zu ihr.
Ärztin: Natürlich.
John: Sie ist also außer Gefahr?
Ärztin: Es sieht so aus. Ja.
Nicholas: Das ist Gott, der zu mir spricht. Ich wollte nicht auf sie hören, deshalb spricht er jetzt zu mir.
Er folgt der Ärztin ins Krankenzimmer. John und Larry bleiben zurück.

Richard und Mark in der Unisex-Toilette. Man hört die Musik von Aretha Franklin, "Respect". Mark und Richard stehen mit konzentrierter Miene vor dem Spiegel. Dann tanzen sie mehr oder weniger synchron.
(oo) What you want
(oo) Baby, I got

Richard: Oo!
Nelles blonder Kopf erscheint oberhalb der Kabinentür einer Toilette.
What you need
Mark: Oo!
Do you know I got it?
(oo) All I'm askin'
(oo) Is for a little respect when you come home
Richard: Just a little bit.
Hey baby
Mark: Just a little bit.
When you get home
Die Musik endet mal wieder mit einem Plattenkratzer...
Nelle: Wow!
Ertappt drehen sich die Zwei zu Nelle um.
Richard: Hallo, was-was hältst du davon?
Nelle: [grinsend] Ich denke, ihr Zwei seid so weit.
Mark und Richard sehen sich an.
Richard: Ja!

tia, 18.11.2001

In der Bar. Renée steht auf der Bühne und performt "Respect". Dabei erinnert sie irgendwie an Mary J. Blige. Liegt wohl an dem Hosenanzug und dem Hut, den sie dabei trägt.
(oo) What you want
(oo) Baby, I got
(oo) All I'm askin'
(oo) Is for a little respect when you come home (just a little bit)
Hey baby (just a little bit) when you get home
(just a little bit) Mister (just a little bit)
Nelle sitzt am Tisch und singt ein bisschen mit, während Ally versucht, bei der Lautstärke dieser Musik mit dem Handy zu telefonieren. Mark und Richard sind mit ihren Mädels auf der Tanzfläche und zeigen ihnen, Rücken an Rücken, den Respect-Dance. Es scheint zu gefallen.
Ally: Ja, ja-ja... nein, das ist gut. Äh, okay. Nein-nein. Ich, äh, bin hier. Ja. Bis dann. [Sie drückt auf einen Knopf. *pieps* Und legt das Handy weg.]
Nelle: Und, wird sie's überleben?
Ally: Ja... ja, John ist bei ihnen.
Nelle: Ah, verstehe. Wo ist Larry?
Ally: Er ist auf dem Weg hierher. [Nach einer Pause.] Weißt du, das Leben ist kurz, Nelle. Es ist wirklich kurz.
Nelle: Danke.
Ally: Hast du nie das Gefühl, dass du deines vergeudest?
Nelle: Ally, ich freue mich für dich und Larry, aber mir gefällt mein Leben so wie es ist. Danke.
R-E-S-P-E-C-T
Ally: Okay.
Es folgt ein Grinsversuch von beiden Seiten.
Find out what it means to me
R-E-S-P-E-C-T
Take care, TCB
Oh (sock it to me, sock it to me,sock it to me, sock it to me)
A little respect (sock it to me, sock it to me,sock it to me, sock it to me)
Whoa, babe (just a little bit)
A little respect (just a little bit)
Die Kamera schwenkt wieder auf die Tanzfläche. Elaine ist mittlerweile schon in den Tanz eingestiegen und groovt mit.

Im Krankenhaus. Intensivzimmer, das Cardiogramm (?) piepst.
Nicholas: [stönt] Vor 46 Jahren war ich in einer Bar. Ich bestellte einen Brandy. Sie schickten mir statt dessen eine Kellnerin namens Brandy. Es war ein Fall von mangelnder Kommunikation, die zu einer Ehe führte, anstatt eine zerbrechen zu lassen... Die Leute lachen jedes Mal, wenn ich das erzähle.
John: Das kann man als komischen Zufall ansehen.
Nicholas: [atmet wieder schwer] Ich sag' Ihnen, wovor ich mich fürchte. Wenn ich tagsüber zu Hause bin, wird sie dahinter kommen, dass ich nicht gut genug für sie bin. Jaaa....
John: Das glauben Sie doch nicht im Ernst.
Nicholas: Frauen lieben Macht, wissen Sie? Sie fühlte sich von meiner Macht angezogen. Was ist, wenn Sie mich nicht mehr liebt?
John: Sie wird nie aufhören, Sie zu lieben.
Nicholas: Jeden Prozess, den ich gewonnen habe, habe ich für den Mandanten gewonnen. Aber ebenso für sie.
John: Dann sagen Sie ihr das doch, wenn sie aufwacht.
Nicholas: [nachdenklich] Ich weiß nicht... ob ich das Schlusswort morgen halten kann. Können Sie es halten?
John: Ja natürlich!
Nicholas atmet noch einmal tief durch.

John geht in seinem Büro auf und ab, auf der Suche nach seinem Plädoyer. Natürlich barfuß. Er tigert hin und tigert her, macht eine Pirouette um sich selbst. Vonda singt dazu "Reason To Believe".
Someone like you makes it hard
To live without somebody else
Someone like you makes it easy to give
Never think about myself
Ally kommt herein.
Ally: Bereit?
John: [leicht aufgebracht] Nein, ehrlich gesagt! Wie soll ich die Geschworenen überzeugen, dass sie nicht mit Absicht über ihn rübergefahren ist, wenn sie nicht mal mit den Wimpern gezuckt hat? Es ist schwierig, da einen Sinn reinzubringen. Man braucht ein gehöriges Maß an Überzeugungskraft.
Ally: Na ja, muss es denn unbedingt einen Sinn ergeben?
John: Ähhh...
Ally: Die schönsten Dinge ergeben keinen Sinn. Oder?
John: Ääähhh, zum Beispiel???
Ally: Liebe... [John deutet Ally an, sie solle weiter reden.] ...Schönheit genauso. Schön ist, was gefällt. Sogar Humor ergibt keinen Sinn, wenn man sich's überlegt. Sinn für Humor? Wer kann erklären, was Menschen komisch finden? Ich finde, es ergibt keinen Sinn, überall nach einem Sinn zu suchen... und die Menschen, die das tun, die-die sind am Ende oft allein.
John: Ally, sie bellt, sie quiekt, sie bringt mich zum Quieken. Ihre Hand schnellt plötzlich hervor und trifft irgendetwas. Wenn ich ins Kino gehe, möchte ich, dass sich die Action auf der Leinwand abspielt!
Ally: Hmmm. Du hast Recht. Es hätte wohl keinen Sinn. [John holt Luft - er will etwas sagen.] Hmmm, hmhmmm.
Ally dreht sich um, geht wieder, nachdenklich. John ist... allein gelassen!

In Richards Büro. Richard und Mark sitzen zusammen, die Füße auf einem völlig zugemüllten Schreibtisch von Richard.
Mark: Hach, bin ich erleichtert.
Richard: In einer Beziehung ist eben aller Anfang schwer. Aber hat man diese erste Hürde überwunden... d-der Song hat geholfen, nicht?
Mark: Na ja... [Es folgt ein verschmitzes Lächeln.] ...er hat nicht geschadet.
Richard: Ling konnte gestern Nacht nicht genug von mir kriegen! Und es gab jede Menge zu verteilen, das kann ich dir sagen! Das waren die Liebesperlen!
Mark: Viagra?
Richard: Mit Respekt kommst du nicht allzuweit, Mark. Wahre Liebe - Chemie!
Mark: Nehmen heutzutage alle Viagra?
Richard: Könnte man sagen! Hey, deine letzte Freundin ja auch. So hast du die Wahrheit herausgefunden. [Elaine kommt herein und legt Akten auf Richards Schreibtisch.] Hey, Elaine! Es geht mich ja nichts an, aber wie war er?
Mark: [faucht böse zu seinem Boss] Richard!!!
Aber Elaine scheint diese Indiskretion nicht zu stören, sie schnappt sich Mark und versorgt ihn auf dem Schreibtisch mit einem genüsslichen Mandellecken!

[Kommentar von Sibo: Ich glaube da sogar ein leises Quieken und einen rotierenden Vi-Bra zu hören!]

Richard: Das war der Song!

Im Gericht. Der Staatsanwalt hält sein Plädoyer.
Staatsanwalt: Sie ist wütend auf Peter Gallam. Sie streiten sich, dann überfährt sie ihn und setzt noch einmal zurück. Gesteht alles und jetzt, zum ersten Mal in Prozess, behauptet sie plötzlich, es war ein Unfall. Na klar... [Melanie und John schlagen vollkomen synchron mit der Hand auf den Tisch. Ein kurzer missbilligender Blickwechsel folgt zwischen beiden.] Sie will mit einem Mord ungeschoren davon kommen, meine Damen und Herren. Sie hat ihren Geliebten umgebracht. Jetzt will sie ihre Krankheit dazu benutzen, unbestraft davon zu kommen. [Melanies Blick verliert jegliche Hoffnung.] Darauf könnten Sie natürlich reinfallen. Doch ich glaube, Sie wissen es besser.
John: Es ist eine Störung, es ist keine Krankheit. Das nützt Mister Gallam natürlich nichts mehr, aber die Unterscheidung ist von großer Bedeutung für Melanie West. [Sie zuckt kurz mit den Schultern.] Sie ist ihr ganzes bisheriges Leben lang angestarrt worden. Angegafft, wenn Sie so wollen. Sie wurde für krank gehalten, für geistesgestört. Wenn ein Mensch, der am Tourette-Syndrom leidet, etwas laut herausruft, wenn seine Hand zuckt, oder sein Fuß... [Gerade in diesem Moment zuckt Melanie mit dem Handgelenk.] ...dann ist das ebenso ungesteuert wie ein Herzinfarkt. Und ebenso unerwünscht! Oliver Sacks verglich dieses Syndrom einmal mit Besessenheit.

[Kommentar von nihil: "Oliver Sex verglich dieses Syndom mit Bessessenheit." Hey Sibo, was war mit dir los??? *g* Interessierte finden unter www.oliversacks.com mehr zum angesprochenen Neurologen und Schriftsteller. Auf der selben Seite gibt es ein FAQ zum Tourette-Syndrom.]

John: Er beschrieb das auch als das fehlende Glied zwischen Körper und Geist. Um die Wahrheit zu sagen, man versteht dieses Syndrom nicht völlig, und es wäre anmaßend anzunehmen, dass auch nur einer von uns es verstehen könnte. Sie müssen sich vorstellen, es käme ein Wort aus Ihrem Mund, das Sie gar nicht sagen wollten. Und das ist noch nicht alles. [Melanie zuckt etwas mit dem Hals.] Bitte stellen Sie sich vor, Sie müssten versuchen, Ihre Würde und Ihre Selbstachtung zu bewahren, während Sie die Menschen um sich herum anbellen, während Sie in der Kirche quieken. Melanie West ist es gelungen, sich ihre Selbstachtung trotz des ständigen Spottes zu bewahren. Doch dann überfuhr sie Peter Gallam und die einzige Möglichkeit, die Selbstachtung nicht zu verlieren, nicht als arme Irre bemitleidet zu werden, war für sie die Lüge. [Sie unterdrückt ein weiteres Zucken.] Sie behauptete, es wäre Absicht gewesen. Lieber verurteilt als bemitleidet!

Sibo, 12.11.2001

John: Der Staatsanwalt hat diese Möglichkeit nicht in Erwägung ziehen wollen. Sie ergibt keinen Sinn für ihn. Wenn Sie sich nie in ihre Lage versetzt haben... nein, nicht in ihre Lage, in ihren Körper, in ihren nervösen, zuckenden Körper, ergibt das für Sie vielleicht auch keinen Sinn, und das bedeutet, Sie sind nicht völlig sicher. Wenn Sie sich an etwas Greifbarem festhalten wollen, an etwas Vernünftigem, es steht unübersehbar vor Ihnen. Es heißt: Zweifel.
Die Geschworenen, Anwälte und der Richter denken über Johns Worte nach.

Larry, Brandy und Nicholas spielen Scrabble, während Brandy im Krankenbett liegt.
Brandy: Taadaaa!
Nicholas: Vonebibber? Das ist ein Eigenwort!
Brandy: Es ist ein richtiges Wort.
Nicholas: Vonebibber?
Brandy: Es ist Slang.
Nicholas: Slang? Wofür? [Zu Larry.] Kennen Sie dieses Wort? Vonebibber?
Larry: Ja, das ist der... [Er pfeift.] ...wenn er sehr groß ist.
Nicholas: Wirklich? So ein Wort ist aber nicht zulässig.
Brandy: Du hast Spundloch benutzt. Denkst du, ich weiß nicht, was das ist?
Larry: Ja, das wollte ich auch schon beanstanden.
Nicholas: Wieso sind Sie eigentlich hier?
Larry: Na ja, ich vertrete sie anwaltlich. Ich darf nicht...
Nicholas: Ach, Blödsinn.
Brandy: Das sind dreizehn Punkte!
Nicholas: Ruhe! Hören Sie, der Fall ist vorbei! Jemand hat es beendet.
Larry: Ähm, ich hab' das noch nicht von meiner Mandantin gehört. Brandy, ist der Fall vorbei?
Brandy: Mir gefällt das Wort "vorbei" nicht. Ich bevorzuge den Ausdruck "im Ruhestand". Dafür gibt es auch viel mehr Punkte, Nicholas.
Nicholas: Ja, du hast Recht.
Die beiden lächeln einander an. Sie legt ihre Hand in seine und Larry ist sehr glücklich darüber.
Brandy: Larry, der Fall ist vorbei.
Larry legt sich auf das Bett. Er macht einen sehr erleichterten Eindruck.

[Kommentar von nihil: "Vonebibber"? Ich hätte eher auf "Wonnebiber" getippt, aber da ich weder mit dem einen noch mit dem anderen Ausdruck was anfangen kann, lasse ich mal alles so stehen.]

Im Gerichtssaal wird das Urteil verkündet.
Richter: Sind die Geschworenen zu einem Urteil gekommen?
Geschworener: Das sind wir, Euer Ehren.
Richter: Wie lautet es?
Geschworener: In der Sache "Der Staat gegen Melanie West" wegen des Vorwurfs des Mordes befinden wir die Angeklagte Melanie West... [Melanie schreit zwei Mal laut auf. John erschrickt sich dabei.] ...für nicht schuldig.
Ein Seufzen der Erleichterung geht durch den Saal.
Richter: Ich danke den Damen und Herren Geschworenen, Sie sind entlassen, die Sitzung ist geschlossen.
Melanie freut sich und bedankt sich vielmals bei John.
Melanie: Danke, John! Also... ich bin frei.
Ally: Und ledig. Ledig und frei... [John steht kurz vor einem "Poughkeepsy-Anfall".] Ich gehe schon mal vor und warte draußen, ihr... ihr könnt dann in Ruhe... die Rechnung besprechen.
Sie wirft John einen auffordernden Blick zu, bevor sie geht.
John: Sie ist manchmal eigenartig.
Melanie: Eigenartige Leute gefallen Ihnen, ja?
John: Na ja....
Melanie: Wollen wir Berufung einlegen?
John: Melanie, wir haben gewonnen!
Melanie: Ja, ich weiß! Ich dachte, wenn wir Berufung einlegen, könnte ich mich ja vielleicht noch ein paar Mal mit meinem Anwalt treffen.
John: Also, das...... Oooh, das war ein Annäherungsversuch.
Melanie: Ja, das war's. John, ich weiß, ich habe ein paar Marotten, aber ich habe so ein Gefühl, dass.... und irgendwas sagt mir, dass es Ihnen genauso geht. [Johns Nase pfeift. Er hält sich den Finger dagegen.] Wir könnten uns ja im voraus einigen, dass ich nie fahre.
John: Also, ich würde wirklich gerne mal mit Ihnen ausgehen. [Plötzlich hört man ein komisches Quietschen, das klingt, als ob man eine Tür, die seit 100 Jahren nicht mehr geölt worden ist, öffnen würde. Es ist Ally, die etwas weiter entfernt von den beiden steht, und nun den Kopf schüttelt und geht.] Gehen wir. Ich kenne da eine kleine ruhige Bar, wo wir hingehen können.
Melanie: Ich bin Ihnen so dankbar für alles, was Sie für mich getan haben, John.
John: Das ist nicht... [Melanie küsst ihn.] Wir könnten gleich gehen.
Melanie küsst ihn erneut.
Melanie: Okay.
John: Ja...
Melanie: ...ja.

Abends singt Vonda in der Bar. All die glücklichen Päärchen tanzen miteinander, nur Nelle und Renée sitzen alleine am Tisch.
Kiss me each morning for a million years
Hold me each evening by your side
Tell me you love me for a million years
If it don't work out
If it don't work out
Then you can tell me good-bye
Nelle sucht das Gespräch mit Renée: Während der gesamten Unterhaltung würdigen die beiden einander keines Blickes.
Nelle: Wenn das so weitergeht, müssen wir wohl doch noch Freundinnen werden.
Renée: Dazu wird es nie kommen, Nelle.
Nelle: Versprochen?
Renée: Du kannst mir nichts vormachen. Wenn ich dich auf 'nen Kaffee hochbitten würde, wärst du sofort dabei.
Nelle: Woher willst du das wissen? Du hast es noch nie versucht.

Brandy und Nicholas tanzen im Krankenhaus miteinander.
But if you must go I won't say no
That we can say we try
Tell me you love me a million times...

John und Melanie tanzen zusammen.
Melanie: War es zu aufdringlich von mit, mit dir ausgehen zu wollen?
John: Ich gehe nur mit aufdringlichen Frauen aus.
Melanie: Warum denn?
John: Na ja, ich.....
Melanie: Weil du zu feige bist, selbst den ersten Schritt zu wagen?
John: Äh... ha, genau, du kennst mich schon ganz gut.
Melanie: Ich kannte dich von dem Augenblick an, als ich dich sah. Ich war dir schon verfallen bei "Ich bin Jonathan Cage, nein, eigentlich heiße ich Jonathan..." [Sie redet wie ein Wasserfall.]
John: Hör zu. Tanz ist etwas Besinnliches. Wenn du schon reden musst, dann bitte nur ungesteuert.
Melanie knabbert an Johns Öhrchen, was ihm eine sehr erstaunte Miene abringt.

B'Ealy, 18.11.2001

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